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Zum Vertrauen der Content-Profis in Google

SEO & Content Marketing sind mittlerweile zwei scheinbar vollständig verbundene Disziplinen. So sehr verbunden, dass viele Online Marketer der Meinung sind, dass SEO ja eigentlich nicht mehr aktiv betrieben werden müsse. Schließlich seien hochwertige Inhalte „Linkmagnete“, die den Linkaufbau überflüssig machen. Und Google habe durch das Panda Update bewiesen, dass es hochwertige Inhalte erkennt und man damit nur noch auf die Content Qualität zu achten braucht. In einem älteren Artikel habe ich mich bereits dazu geäußert, dass Content Marketing eben nicht bedeutet, dass SEO gewissermaßen auf Autopilot passiert.

Bild eines Rooftoppers

Copyright by Don Vaughn über flickr

Aber gerade den zweiten Punkt – Google ist mittlerweile unheimlich gut darin gute Inhalte zu erkennen – schätze ich persönlich vollkommen anders ein, als der Großteil der Content-Profis. Oder um die Fragestellung etwas weiter zu fassen: Brauchen wir uns wirklich nur noch um gute Inhalte zu kümmern, und Google regelt schon, dass wir hochwertigen Traffic auf unsere Sites bekommen (und die nächste Beförderung inklusive Gehaltserhöhung)?  Weiterlesen

4 Taktiken für relevante Content-Ideen

Content ist der neue Treibstoff im Online-Marketing. Über wenige Dinge wird ausgiebiger diskutiert als über Inhalte. Zahlreiche Artikel zeigen wie man Ideen für Inhalte entwickelt, Inhalte optimal erstellt, welche Formate sich anbieten und wie man Inhalte anständig vermarktet.

Bei aller formalen Optimierung geraten Überlegungen zur Nutzerrelevanz der Inhalte schnell ins Abseits. Und so wird immer wieder an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei produziert. Die Inhalte verkommen zur bloßen Nabelschau der Contentverantwortlichen – meist der Marketingleute.

Comic: Relevanz ist selten

Rankmaniac 2012
http://rankmaniac2012-caltech.blogspot.co.uk/

Gerade im ersten Schritt – also der Entwicklung von Content-Ideen – fehlt es an der Einschätzung der Relevanz von Inhalten. Ein kostspieliges Versäumnis, denn die Produktion von Inhalten ist teuer. Dabei gibt es Methoden relevante Content-Ideen zu entwickeln. Weiterlesen

SEO und Content – Warum weniger mehr ist

SEO und Content führen eine komplizierte Beziehung. Zu Beginn der Beziehung schämte sich die Suchmaschinenoptimierung so sehr für diese Beziehung, dass Inhalte versteckt wurden. Später war die Suchmaschinenoptimierung immerhin bereit, Inhalte zu akzeptieren, die ihren technischen Anforderungen entsprachen. Seit den letzten Google Updates liegt der Fokus endlich auf – auch für den Nutzer – hochwertigen Inhalten.

Das ist eine noch sehr junge Entwicklung und dementsprechend groß ist die Verunsicherung, wie nun „hochwertige“ Inhalte aussehen sollen, wie man diese plant, erstellt und auch verbreitet. Ein besonders häufig auftretender Streitfall betrifft die reine Masse an Content. So dargestellt in einer Online-Marketing-Fachzeitschrift:

„Je mehr Content ein Unternehmen zur Verfügung stellt, desto leichter wird es über Suchmaschinen aufgefunden.“ (aus der LEAD Nr. 14, S. 25)

SEO und Content - Tiefgang zähltNun wird natürlich jeder SEO immer wieder betonen, dass es nicht um die Menge geht, sondern eher um „hochwertige“ Inhalte. Gleichzeitig soll natürlich aber auch die Forderung nach einer optimalen Abdeckung aller Keywords erfüllt werden. Was aber, wenn wir Synonyme abdecken wollen, wie „Laufschuhe“ und „Joggingschuhe“? Bei einem Shop kommen dann noch Kombinationen mit “kaufen” (also “Laufschuhe kaufen” und “Joggingschuhe kaufen”) und mit “bestellen”, vorzugsweise auch “versandkostenfrei” dazu. Weiterlesen

Nutzererfahrung (UX) kostengünstig und einfach einschätzen

Das Thema Nutzererfahrung ist mittlerweile nicht nur mehr eine Domäne von Designern, Usability-Experten und Informationsarchitekten. Auch bei den Suchmaschinen macht der Begriff User Experience verstärkt die Runde. Eines der letzten Beispiele brachte Matt Cutts in einem Webmaster Video. Die interessante Stelle beginnt bei 3:10 Minuten:

Nun mag man das für eine weitere Nebelkerze halten, um SEO vom Linkkauf und Blackhat-Methoden abzuhalten. Für Sitebetreiber, die ein echtes Business betreiben – und nicht nur hohe Trafficzahlen erreichen wollen – ist die Zufriedenheit der Nutzer aber ein wesentlicher Faktor. Nur so ist garantiert, dass Nutzer angebotenen Service auch gerne wieder nutzen.

Bleibt nur die Frage, wie man einschätzen kann, wie zufrieden die User auch sind. Auf die eigene Einschätzung oder – Gott bewahre – die der Geschäftsleitung ist meistens kaum Verlass. Auch will (und kann) sich kaum ein Site-Betreiber eine Untersuchung in einem Usability-Labor leisten. Viele schrecken sogar vor den Kosten des Crowd-Testing zurück. Also was soll man tun? Weiterlesen

Worauf auch ein SEO bei Bewerbungen achten sollte

SEOs sind (noch) sehr gefragt. Man muss sich nur mal ansehen, mit welchen Einstiegsgehältern die Leute oft belohnt werden, unabhängig von Schul- oder akademischen Abschlüssen und oft sogar unabhängig von handfester Erfahrung. Diesen Eindruck sollten SEOs bei Bewerbungen vermeidenDas ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum sich viele SEOs ihrer Sache ein wenig zu sicher sind und sich bei Bewerbungen oft Schnitzer erlauben, die eigentlich nicht passieren dürfen. Das ist bitter, denn der Wettbewerb wird härter. Wo man vor ein paar Jahren noch händeringend suchte und sich auch zu Personalentscheidungen hinreißen ließ, die nicht ganz optimal waren, hat man heute oft die Auswahl zwischen einer Handvoll gleichermaßen qualifizierter Bewerber. Nicht zuletzt haben die Unternehmen selbst oft genügend SEO-Kompetenz aufgebaut, um schwache von starken Bewerbern zu unterscheiden. Gründe gibt es also genug, dass man sich auch als SEO optimal auf Bewerbungen vorbereitet – und nicht als Clown rüberkommt!

Hinweis: Das wird keine Liste von Fähigkeiten werden, die man als SEO mitbringen muss. Dazu finden sich bei Lunametrics und Moz (hier und hier) schon ausführliche Posts. Außerdem will ich hier nicht einfach die Bewerbungsleitfäden der einschlägigen Jobportale nachspinnen. Es soll hier darum gehen, was SEOs tun können, um sich optimal auf die Bewerbung einzustellen. Weiterlesen

Wie „wissenschaftlich“ ist SEO?

Da Vinci - Kunst und WissenschaftDie letzten Studien über Rankingfaktoren von Searchmetrics und Moz, haben mir wieder den Ausspruch

„SEO is Art and Science“

ins Gedächtnis gerufen. Wenn ich mir meine tägliche SEO-Arbeit so ansehe, frage ich mich aber immer wieder wie „wissenschaftlich“ SEO denn tatsächlich ist. Ist die Suchmaschinenoptimierung wirklich so „wissenschaftlich“ und datengetrieben wie viele SEOs vorgeben? Wie viel Wissenschaft/Datenanalyse und wie viel Kunst/Kreativität führt denn zu einem guten SEO-Ergebnis? Weiterlesen

Wo SEOs und Contentprofis voneinander profitieren

Wer nicht besonders viel mit Online Marketing zu tun hat, der könnte SEOs und Contentprofis für eine lebensechte Variante von Tweedledee und Tweedledum haltenMittlerweile ist es fast unmöglich die beiden auseinander zu halten (zumindest seitdem der Begriff „Contentmarketing“ geradezu inflationär gebraucht wird). Beiden geht es darum, die bestmöglichen Inhalte an das richtige Publikum zu bringen. Und trotzdem verstricken sich die beiden oft in Scheingefechte darüber, wer dieses Ziel am besten erreicht. Die Liste der Vorwürfe ist lang:

Illustration von Tweedledee und Tweedledum von Tenniel

Die Contentprofis werfen den SEOs vor, dass sie nur seelenlose Texte für Maschinen anstelle von Menschen zusammenklopfen. Im schlimmsten Fall vergewaltoptimieren SEOs sogar noch die Texte der Contentprofis mit dem Hinweis auf SEO-Mythen wie „Ein Text muss mindestens 300 Wörter umfassen.“ (Mein Lieblingszitat in dem Zusammenhang: „When SEO comes in, quality goes down.“)

Im Gegenzug sehen die SEOs Contentprofis oft als aufgeblasene Schaumschläger, denen es wichtiger ist einen wunderbaren Text für ihr eigenes Ego zu zaubern als auf die Performance zu achten. Schlimmer noch: Oft schreiben die Contentprofis vollkommen an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei. Weiterlesen

SEO-Erfolg richtig messen – Saisoneffekte berücksichtigen

Um eine Sache gleich vorweg zu klären: Was Erfolg ist und was nicht wird leidenschaftlich debattiert. Wieso sollte es in der Suchmaschinenoptimierung anders sein. Aus meiner Sicht gibt es aber nur eine Sache, die als Erfolgsmaßstab relevant ist: Haben wir mit SEO unsere Business-Ziele erreicht? Für diesen Post will ich davon ausgehen, dass Umsätze unser wichtigstes Ziel sind.

Kommen wir also zum Grundproblem: Haben die SEO-Maßnahmen, die wir in letzter Zeit durchgeführt haben, einen positiven Effekt gehabt? Ein Blick auf folgenden Verlauf zeigt das Problem:

Abbildungen zu einem saisonalen SEO-Verlauf

Wen wird überraschen, dass die SEO-Umsätze zum Weihnachtsgeschäft anziehen, um dann im Januar wieder zurückzugehen. Das leuchtet zumindest für Unternehmen ein, die weihnachtstaugliche Produkte verkaufen. Was aber, wenn das die Kurve einer B2B-Site ist? Meist haben selbst die Sitebetreiber keine klare Vorstellung von den Saisonalitäten Ihres Geschäfts. “Zum Weihnachtsgeschäft geht es meistens schon bergauf und auch der Sommer ist oft stärker”, bekommt man oft zu hören. Wie viel besser das Geschäft an Weihnachten aber läuft, darüber gibt es kaum Informationen. Klar fällt es dann schwer einzuschätzen, ob die SEO-Maßnahmen was gebracht haben oder nicht. Aber wie soll man die Saisonalitäten – und auch deren Ausprägung – zuverlässig erkennen? Weiterlesen

Identifizierbare Profile-Pics für Rich Snippets

Schon vor gefühlten Urzeiten hat Google die Autorenbilder in den SERPs (autorenbezogene Rich Snippets) eingeführt. Wie vermutlich jeder SEO wollte ich das natürlich auch gleich für meinen Blog haben und hab den wichtigen notwendigen Schritt in die Wege geleitet und mein Google+-Profil mit meiner Website verknüpft. Als Profilbild habe ich folgendes Kunstwerk verwendet:

Verwischtes Profilbild

Leider hat sich dann lange Zeit nix getan. Ich bin davon ausgegangen, dass dies damit zusammenhängen muss, dass ich eher selten schreibe und in der Community so gut wie unbekannt bin, also einen schwachen Author-Rank habe.

Bis ich auf einen Artikel von SEORoundtable gestoßen bin. Darin wird auf die Google-Richtlinien für die Autoreninformationen verwiesen. Der entscheidende Teil dabei: Weiterlesen

Mit (not provided) richtig umgehen

Für viele Webmaster ist das Keyword (not provided) bereits zu einem gewohnten Anblick in den Keywordberichten geworden. Kein Wunder – schließlich ist es oft das „Keyword“, das den meisten Traffic liefert. Trotzdem geben die Keyworddaten meistens noch genügend her, um damit arbeiten zu können. Das könnte sich allerdings bald ändern. Aber beginnen wir für die Einsteiger noch einmal ganz von vorne:

Kurze Geschichte des „Keywords“ (not provided)

Am 18. Oktober 2011 führte Google ein, dass eingeloggte Nutzer von http://www.google.com auf https://www.google.com weitergeleitet werden. Durch die Verschlüsselung sind in der Folge die verwendeten Keywords nicht mehr für Webmaster über Webanalyse-Tools wie Google Analytics, Omniture oder Webtrends sichtbar. Gerade für die Suchmaschinenoptimierung sind diese Keyworddaten aber enorm wichtig. Entsprechend groß war der Aufschrei in der SEO-Szene.

Ein kurzes Video mit Rand Fishkin erläutert noch einmal die technischen Hintergründe: Weiterlesen