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SEO-Erfolg richtig messen – Saisoneffekte berücksichtigen

Um eine Sache gleich vorweg zu klären: Was Erfolg ist und was nicht wird leidenschaftlich debattiert. Wieso sollte es in der Suchmaschinenoptimierung anders sein. Aus meiner Sicht gibt es aber nur eine Sache, die als Erfolgsmaßstab relevant ist: Haben wir mit SEO unsere Business-Ziele erreicht? Für diesen Post will ich davon ausgehen, dass Umsätze unser wichtigstes Ziel sind.

Kommen wir also zum Grundproblem: Haben die SEO-Maßnahmen, die wir in letzter Zeit durchgeführt haben, einen positiven Effekt gehabt? Ein Blick auf folgenden Verlauf zeigt das Problem:

Abbildungen zu einem saisonalen SEO-Verlauf

Wen wird überraschen, dass die SEO-Umsätze zum Weihnachtsgeschäft anziehen, um dann im Januar wieder zurückzugehen. Das leuchtet zumindest für Unternehmen ein, die weihnachtstaugliche Produkte verkaufen. Was aber, wenn das die Kurve einer B2B-Site ist? Meist haben selbst die Sitebetreiber keine klare Vorstellung von den Saisonalitäten Ihres Geschäfts. “Zum Weihnachtsgeschäft geht es meistens schon bergauf und auch der Sommer ist oft stärker”, bekommt man oft zu hören. Wie viel besser das Geschäft an Weihnachten aber läuft, darüber gibt es kaum Informationen. Klar fällt es dann schwer einzuschätzen, ob die SEO-Maßnahmen was gebracht haben oder nicht. Aber wie soll man die Saisonalitäten – und auch deren Ausprägung – zuverlässig erkennen? Weiterlesen

Attribution von Werbeerfolg – wichtig oder unwichtig?

Egal mit wem man derzeit über die Webanalyse spricht, nahezu jeder schwadroniert reflexartig darüber, wie überlegen die sogenannten Multi-Touch-Attribution gegenüber der immer noch verbreiteten Last-Click-Attribution ist. Schließlich führt die Verteilung (also Attribution) des Werbeerfolgs auf alle beteiligten Werbemittel doch zu einer weitaus sinnvolleren Einschätzung dessen, was funktioniert und was nicht. Das ist sicher richtig, aber ob sich der Aufwand die Attribution einzuführen in jedem Falle lohnt, bleibt meist undiskutiert. Gerade kleine und mittelständische Firmen sollten aber genau prüfen, ob das Thema überhaupt relevant für sie ist.

Was ist Multi-Touch Attribution?

Wenn überhaupt die Wirksamkeit von Werbemaßnahmen auf das Online-Business getrackt wird, dann meist nur so, dass der Erfolg einer Maßnahme dem letzten (Werbe-)Kontakt angerechnet wird. Dabei kann es durchaus sein, dass mehrere Werbemaßnahmen dazu beigetragen haben, dass es zu einem Abschluss kommt. Das beschränkt sich nicht nur auf Online-Maßnahmen; auch Offline-Maßnahmen können den Abschluss online beeinflussen. Denkbar ist beispielsweise folgendes Szenario aus dem B2B-Bereich: Weiterlesen

Mit (not provided) richtig umgehen

Für viele Webmaster ist das Keyword (not provided) bereits zu einem gewohnten Anblick in den Keywordberichten geworden. Kein Wunder – schließlich ist es oft das „Keyword“, das den meisten Traffic liefert. Trotzdem geben die Keyworddaten meistens noch genügend her, um damit arbeiten zu können. Das könnte sich allerdings bald ändern. Aber beginnen wir für die Einsteiger noch einmal ganz von vorne:

Kurze Geschichte des „Keywords“ (not provided)

Am 18. Oktober 2011 führte Google ein, dass eingeloggte Nutzer von http://www.google.com auf https://www.google.com weitergeleitet werden. Durch die Verschlüsselung sind in der Folge die verwendeten Keywords nicht mehr für Webmaster über Webanalyse-Tools wie Google Analytics, Omniture oder Webtrends sichtbar. Gerade für die Suchmaschinenoptimierung sind diese Keyworddaten aber enorm wichtig. Entsprechend groß war der Aufschrei in der SEO-Szene.

Ein kurzes Video mit Rand Fishkin erläutert noch einmal die technischen Hintergründe: Weiterlesen

MarketMotive Webanalyse Meister-Kurs – ein Erfahrungsbericht

In der Webanalyse ist es wie in den meisten anderen Online-Marketing-Disziplinen – es wimmelt von selbsternannten Experten. Schon mal was auf Facebook gepostet, schon ist man ein Social-Media-Experte! Kaum weiß man, was eine Meta-Description ist, zählt man zu den intimen Kennern des Google-Algorithmus. Wie kann es in der Webanalyse anders sein: Wer schon mal Google Analytics zum Laufen gebracht hat und auf Anhieb weiß, wo er die Absprungrate für eine bestimmte Seite findet, ist dem subjektiven Expertenstatus oft schon recht nahe.

Das war einer der Gründe, warum ich einen formellen Nachweis meines Wissens haben wollte. Aber natürlich wollte ich auch einen geordneten Zugang zum Thema gewinnen, um darauf systematisch mein Wissen aufzubauen. Gerade in der Webanalyse läuft man ohne ein geeignetes Framework Gefahr, vollkommen orientierungslos Zahlenkolonnen zusammen zu tragen. Dabei gerät das eigentliche Ziel der Webanalyse (Empfehlungen zur Optimierung!) oft aus dem Blick.

Klar gibt es die GAIQ (Google Analytics Individual Qualification). Aber letzten Endes ist das nur ein einführender Kurs, der die wichtigsten Implementierungfragen bei Google Analytics klärt und durch das Tool selbst führt. Das hilft ungemein das Thema auch allgemein besser einzuordnen, kratzt aber letzten Endes doch nur an der Oberfläche.

Darum habe ich mich auf die Suche nach einem ausführlicheren Ausbildungsprogramm gemacht. Zwar gibt es im deutschsprachigen Raum den einen oder anderen Anbieter für Seminare zur Webanalyse (z.B. 121Watt oder eMBIS), aber zum Einen sind das meist nur kurze Seminare, in denen man kaum praktische Übungen durchführt und zum Anderen wollte ich schon von einem der Schwergewichte der Szene lernen. Am Ende der Recherche blieben zwei englischsprachige Angebote übrig: Der Kurs “UBC Award of Achievement in Digital Analytics” der University of British Columbia oder der Kurs zum “Web Analytics Certified Master” von MarketMotive. Weiterlesen

6 (für mich) neue Fakten zu Multi-Channel-Funnels in Google Analytics

Disclaimer: Das ist keine Einführung in das Thema Multi-Channel-Analyse. Einen  guten Einführungsartikel zur Multi-Channel-Analyse von Google Analytics gibt’s von Timo Aden.

Vermutlich hat sich schon jeder halbwegs ambitionierte Webanalytiker die Multi-Channel-Funnels angesehen. Ich persönlich fand das immer recht spannend, wenn auch wenig aufschlussreich, einfach weil ich nicht genau wusste, wie die Daten eigentlich zustande kommen und welche Betrachtungsweisen dem Modell zugrunde liegen. Deshalb habe ich mich vor ein paar Tagen mal hingesetzt, um die Lücken zu schließen. Neben den Dingen, die bekannt sein dürften, z.B. “Was ist ein Assist?”, bin ich vor allem auf folgende Dinge gestoßen, die mir neu waren: Weiterlesen