Archiv der Kategorie: SEO

Unterschiede im User-Verhalten aus organischer und bezahlter Suche

Manchmal stellen die unbedarften Kunden oft die besten Fragen. Erst kürzlich hat mich einer mit folgender simplen Frage konfrontiert:

Warum unterscheidet sich die Conversionrate bei ein und demselben Keyword zwischen der organischen und der bezahlten Suche so erheblich?

Gute Frage! Schließlich bewegen wir uns auf ein und derselben Seite: der Google-Suche. Da auch noch das Keyword übereinstimmt, können wir auch davon ausgehen, dass das Informationsbedürfnis der Nutzer dasselbe sein sollte. Also warum verhalten sich die Nutzer dann so unterschiedlich?

Ich denke, das hat vor allem drei Gründe: Weiterlesen

Wo SEOs und Contentprofis voneinander profitieren

Wer nicht besonders viel mit Online Marketing zu tun hat, der könnte SEOs und Contentprofis für eine lebensechte Variante von Tweedledee und Tweedledum haltenMittlerweile ist es fast unmöglich die beiden auseinander zu halten (zumindest seitdem der Begriff „Contentmarketing“ geradezu inflationär gebraucht wird). Beiden geht es darum, die bestmöglichen Inhalte an das richtige Publikum zu bringen. Und trotzdem verstricken sich die beiden oft in Scheingefechte darüber, wer dieses Ziel am besten erreicht. Die Liste der Vorwürfe ist lang:

Illustration von Tweedledee und Tweedledum von Tenniel

Die Contentprofis werfen den SEOs vor, dass sie nur seelenlose Texte für Maschinen anstelle von Menschen zusammenklopfen. Im schlimmsten Fall vergewaltoptimieren SEOs sogar noch die Texte der Contentprofis mit dem Hinweis auf SEO-Mythen wie „Ein Text muss mindestens 300 Wörter umfassen.“ (Mein Lieblingszitat in dem Zusammenhang: „When SEO comes in, quality goes down.“)

Im Gegenzug sehen die SEOs Contentprofis oft als aufgeblasene Schaumschläger, denen es wichtiger ist einen wunderbaren Text für ihr eigenes Ego zu zaubern als auf die Performance zu achten. Schlimmer noch: Oft schreiben die Contentprofis vollkommen an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei. Weiterlesen

SEO-Erfolg mit Assists richtig messen

Wenn die Messung von SEO-Erfolg doch nicht immer so verdammt kompliziert wäre! Viele machen es sich einfach und halten sich an die harten SEO-Metriken wie Sichtbarkeit im organischen Index oder mehr oder minder transparent errechnete Werte aus den SEO-Tools. Spätestens wenn aber über ein echtes Business gesprochen wird, greifen diese Werte zu kurz und es müssen andere Metriken her, um den SEO-Erfolg einschätzen zu können. In der Regel geschieht das mit Conversions (egal ob Verkäufe, Leads, Downloads) oder SEO-Umsätze.

Hinzu kommt: Das verbreitete Last-Click-Attributionsmodell (der volle Umsatz wird dem letzten Interaktionskanal zugeschlagen) greift in vielen Fällen zu kurz. Klar lohnt sich erst mal die Prüfung, ob das auf der eigenen Site auch der Fall ist. Wenn ja, dann ist gerade die Suchmaschinenoptimierung oft an der Vorbereitung von Conversionen beteiligt. Dieser Trend wird sich vor dem Hintergrund des Content-Marketing-Hypes beschleunigen. Schließlich geht es dabei darum, Nutzer frühzeitig – in der Regel in der Recherchephase – über Inhalte an die Marke heranzuführen.

Kurzum: Gerade im SEO ist es wichtig, dass man nicht nur die direkt erzielten Conversions als Maßstab für den Erfolg heranzieht, sondern vor allem auch, wie viele Conversions SEO vorbereitet hat. Weiterlesen

SEO-Erfolg richtig messen – Saisoneffekte berücksichtigen

Um eine Sache gleich vorweg zu klären: Was Erfolg ist und was nicht wird leidenschaftlich debattiert. Wieso sollte es in der Suchmaschinenoptimierung anders sein. Aus meiner Sicht gibt es aber nur eine Sache, die als Erfolgsmaßstab relevant ist: Haben wir mit SEO unsere Business-Ziele erreicht? Für diesen Post will ich davon ausgehen, dass Umsätze unser wichtigstes Ziel sind.

Kommen wir also zum Grundproblem: Haben die SEO-Maßnahmen, die wir in letzter Zeit durchgeführt haben, einen positiven Effekt gehabt? Ein Blick auf folgenden Verlauf zeigt das Problem:

Abbildungen zu einem saisonalen SEO-Verlauf

Wen wird überraschen, dass die SEO-Umsätze zum Weihnachtsgeschäft anziehen, um dann im Januar wieder zurückzugehen. Das leuchtet zumindest für Unternehmen ein, die weihnachtstaugliche Produkte verkaufen. Was aber, wenn das die Kurve einer B2B-Site ist? Meist haben selbst die Sitebetreiber keine klare Vorstellung von den Saisonalitäten Ihres Geschäfts. “Zum Weihnachtsgeschäft geht es meistens schon bergauf und auch der Sommer ist oft stärker”, bekommt man oft zu hören. Wie viel besser das Geschäft an Weihnachten aber läuft, darüber gibt es kaum Informationen. Klar fällt es dann schwer einzuschätzen, ob die SEO-Maßnahmen was gebracht haben oder nicht. Aber wie soll man die Saisonalitäten – und auch deren Ausprägung – zuverlässig erkennen? Weiterlesen

Identifizierbare Profile-Pics für Rich Snippets

Schon vor gefühlten Urzeiten hat Google die Autorenbilder in den SERPs (autorenbezogene Rich Snippets) eingeführt. Wie vermutlich jeder SEO wollte ich das natürlich auch gleich für meinen Blog haben und hab den wichtigen notwendigen Schritt in die Wege geleitet und mein Google+-Profil mit meiner Website verknüpft. Als Profilbild habe ich folgendes Kunstwerk verwendet:

Verwischtes Profilbild

Leider hat sich dann lange Zeit nix getan. Ich bin davon ausgegangen, dass dies damit zusammenhängen muss, dass ich eher selten schreibe und in der Community so gut wie unbekannt bin, also einen schwachen Author-Rank habe.

Bis ich auf einen Artikel von SEORoundtable gestoßen bin. Darin wird auf die Google-Richtlinien für die Autoreninformationen verwiesen. Der entscheidende Teil dabei: Weiterlesen

Mit (not provided) richtig umgehen

Für viele Webmaster ist das Keyword (not provided) bereits zu einem gewohnten Anblick in den Keywordberichten geworden. Kein Wunder – schließlich ist es oft das „Keyword“, das den meisten Traffic liefert. Trotzdem geben die Keyworddaten meistens noch genügend her, um damit arbeiten zu können. Das könnte sich allerdings bald ändern. Aber beginnen wir für die Einsteiger noch einmal ganz von vorne:

Kurze Geschichte des „Keywords“ (not provided)

Am 18. Oktober 2011 führte Google ein, dass eingeloggte Nutzer von http://www.google.com auf https://www.google.com weitergeleitet werden. Durch die Verschlüsselung sind in der Folge die verwendeten Keywords nicht mehr für Webmaster über Webanalyse-Tools wie Google Analytics, Omniture oder Webtrends sichtbar. Gerade für die Suchmaschinenoptimierung sind diese Keyworddaten aber enorm wichtig. Entsprechend groß war der Aufschrei in der SEO-Szene.

Ein kurzes Video mit Rand Fishkin erläutert noch einmal die technischen Hintergründe: Weiterlesen

Guide zum A/B-Testing von Unbounce

A/B-Tests sind die vermeintlich einfachste Testvariante. Man hat zwei (oder auch mehr Varianten) und lässt diese gegeneinander antreten. Die Variante mit der höchsten Conversionrate gewinnt und alles ist super.

Leider drängen sich dann beim konkreten Setup von A/B-Test dann doch ein paar unangenehme Fragen auf. Was soll ich denn eigentlich testen? Ist die Farbe von Buttons tatsächlich so wichtig? Wann ist der Test abgeschlossen? Weiterlesen

MarketMotive Webanalyse Meister-Kurs – ein Erfahrungsbericht

In der Webanalyse ist es wie in den meisten anderen Online-Marketing-Disziplinen – es wimmelt von selbsternannten Experten. Schon mal was auf Facebook gepostet, schon ist man ein Social-Media-Experte! Kaum weiß man, was eine Meta-Description ist, zählt man zu den intimen Kennern des Google-Algorithmus. Wie kann es in der Webanalyse anders sein: Wer schon mal Google Analytics zum Laufen gebracht hat und auf Anhieb weiß, wo er die Absprungrate für eine bestimmte Seite findet, ist dem subjektiven Expertenstatus oft schon recht nahe.

Das war einer der Gründe, warum ich einen formellen Nachweis meines Wissens haben wollte. Aber natürlich wollte ich auch einen geordneten Zugang zum Thema gewinnen, um darauf systematisch mein Wissen aufzubauen. Gerade in der Webanalyse läuft man ohne ein geeignetes Framework Gefahr, vollkommen orientierungslos Zahlenkolonnen zusammen zu tragen. Dabei gerät das eigentliche Ziel der Webanalyse (Empfehlungen zur Optimierung!) oft aus dem Blick.

Klar gibt es die GAIQ (Google Analytics Individual Qualification). Aber letzten Endes ist das nur ein einführender Kurs, der die wichtigsten Implementierungfragen bei Google Analytics klärt und durch das Tool selbst führt. Das hilft ungemein das Thema auch allgemein besser einzuordnen, kratzt aber letzten Endes doch nur an der Oberfläche.

Darum habe ich mich auf die Suche nach einem ausführlicheren Ausbildungsprogramm gemacht. Zwar gibt es im deutschsprachigen Raum den einen oder anderen Anbieter für Seminare zur Webanalyse (z.B. 121Watt oder eMBIS), aber zum Einen sind das meist nur kurze Seminare, in denen man kaum praktische Übungen durchführt und zum Anderen wollte ich schon von einem der Schwergewichte der Szene lernen. Am Ende der Recherche blieben zwei englischsprachige Angebote übrig: Der Kurs “UBC Award of Achievement in Digital Analytics” der University of British Columbia oder der Kurs zum “Web Analytics Certified Master” von MarketMotive. Weiterlesen

6 (für mich) neue Fakten zu Multi-Channel-Funnels in Google Analytics

Disclaimer: Das ist keine Einführung in das Thema Multi-Channel-Analyse. Einen  guten Einführungsartikel zur Multi-Channel-Analyse von Google Analytics gibt’s von Timo Aden.

Vermutlich hat sich schon jeder halbwegs ambitionierte Webanalytiker die Multi-Channel-Funnels angesehen. Ich persönlich fand das immer recht spannend, wenn auch wenig aufschlussreich, einfach weil ich nicht genau wusste, wie die Daten eigentlich zustande kommen und welche Betrachtungsweisen dem Modell zugrunde liegen. Deshalb habe ich mich vor ein paar Tagen mal hingesetzt, um die Lücken zu schließen. Neben den Dingen, die bekannt sein dürften, z.B. “Was ist ein Assist?”, bin ich vor allem auf folgende Dinge gestoßen, die mir neu waren: Weiterlesen