Worauf auch ein SEO bei Bewerbungen achten sollte

SEOs sind (noch) sehr gefragt. Man muss sich nur mal ansehen, mit welchen Einstiegsgehältern die Leute oft belohnt werden, unabhängig von Schul- oder akademischen Abschlüssen und oft sogar unabhängig von handfester Erfahrung. Diesen Eindruck sollten SEOs bei Bewerbungen vermeidenDas ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum sich viele SEOs ihrer Sache ein wenig zu sicher sind und sich bei Bewerbungen oft Schnitzer erlauben, die eigentlich nicht passieren dürfen. Das ist bitter, denn der Wettbewerb wird härter. Wo man vor ein paar Jahren noch händeringend suchte und sich auch zu Personalentscheidungen hinreißen ließ, die nicht ganz optimal waren, hat man heute oft die Auswahl zwischen einer Handvoll gleichermaßen qualifizierter Bewerber. Nicht zuletzt haben die Unternehmen selbst oft genügend SEO-Kompetenz aufgebaut, um schwache von starken Bewerbern zu unterscheiden. Gründe gibt es also genug, dass man sich auch als SEO optimal auf Bewerbungen vorbereitet – und nicht als Clown rüberkommt!

Hinweis: Das wird keine Liste von Fähigkeiten werden, die man als SEO mitbringen muss. Dazu finden sich bei Lunametrics und Moz (hier und hier) schon ausführliche Posts. Außerdem will ich hier nicht einfach die Bewerbungsleitfäden der einschlägigen Jobportale nachspinnen. Es soll hier darum gehen, was SEOs tun können, um sich optimal auf die Bewerbung einzustellen. Weiterlesen

Wie „wissenschaftlich“ ist SEO?

Da Vinci - Kunst und WissenschaftDie letzten Studien über Rankingfaktoren von Searchmetrics und Moz, haben mir wieder den Ausspruch

„SEO is Art and Science“

ins Gedächtnis gerufen. Wenn ich mir meine tägliche SEO-Arbeit so ansehe, frage ich mich aber immer wieder wie „wissenschaftlich“ SEO denn tatsächlich ist. Ist die Suchmaschinenoptimierung wirklich so „wissenschaftlich“ und datengetrieben wie viele SEOs vorgeben? Wie viel Wissenschaft/Datenanalyse und wie viel Kunst/Kreativität führt denn zu einem guten SEO-Ergebnis? Weiterlesen

Unterschiede im User-Verhalten aus organischer und bezahlter Suche

Manchmal stellen die unbedarften Kunden oft die besten Fragen. Erst kürzlich hat mich einer mit folgender simplen Frage konfrontiert:

Warum unterscheidet sich die Conversionrate bei ein und demselben Keyword zwischen der organischen und der bezahlten Suche so erheblich?

Gute Frage! Schließlich bewegen wir uns auf ein und derselben Seite: der Google-Suche. Da auch noch das Keyword übereinstimmt, können wir auch davon ausgehen, dass das Informationsbedürfnis der Nutzer dasselbe sein sollte. Also warum verhalten sich die Nutzer dann so unterschiedlich?

Ich denke, das hat vor allem drei Gründe: Weiterlesen

Wo SEOs und Contentprofis voneinander profitieren

Wer nicht besonders viel mit Online Marketing zu tun hat, der könnte SEOs und Contentprofis für eine lebensechte Variante von Tweedledee und Tweedledum haltenMittlerweile ist es fast unmöglich die beiden auseinander zu halten (zumindest seitdem der Begriff „Contentmarketing“ geradezu inflationär gebraucht wird). Beiden geht es darum, die bestmöglichen Inhalte an das richtige Publikum zu bringen. Und trotzdem verstricken sich die beiden oft in Scheingefechte darüber, wer dieses Ziel am besten erreicht. Die Liste der Vorwürfe ist lang:

Illustration von Tweedledee und Tweedledum von Tenniel

Die Contentprofis werfen den SEOs vor, dass sie nur seelenlose Texte für Maschinen anstelle von Menschen zusammenklopfen. Im schlimmsten Fall vergewaltoptimieren SEOs sogar noch die Texte der Contentprofis mit dem Hinweis auf SEO-Mythen wie „Ein Text muss mindestens 300 Wörter umfassen.“ (Mein Lieblingszitat in dem Zusammenhang: „When SEO comes in, quality goes down.“)

Im Gegenzug sehen die SEOs Contentprofis oft als aufgeblasene Schaumschläger, denen es wichtiger ist einen wunderbaren Text für ihr eigenes Ego zu zaubern als auf die Performance zu achten. Schlimmer noch: Oft schreiben die Contentprofis vollkommen an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei. Weiterlesen

SEO-Erfolg mit Assists richtig messen

Wenn die Messung von SEO-Erfolg doch nicht immer so verdammt kompliziert wäre! Viele machen es sich einfach und halten sich an die harten SEO-Metriken wie Sichtbarkeit im organischen Index oder mehr oder minder transparent errechnete Werte aus den SEO-Tools. Spätestens wenn aber über ein echtes Business gesprochen wird, greifen diese Werte zu kurz und es müssen andere Metriken her, um den SEO-Erfolg einschätzen zu können. In der Regel geschieht das mit Conversions (egal ob Verkäufe, Leads, Downloads) oder SEO-Umsätze.

Hinzu kommt: Das verbreitete Last-Click-Attributionsmodell (der volle Umsatz wird dem letzten Interaktionskanal zugeschlagen) greift in vielen Fällen zu kurz. Klar lohnt sich erst mal die Prüfung, ob das auf der eigenen Site auch der Fall ist. Wenn ja, dann ist gerade die Suchmaschinenoptimierung oft an der Vorbereitung von Conversionen beteiligt. Dieser Trend wird sich vor dem Hintergrund des Content-Marketing-Hypes beschleunigen. Schließlich geht es dabei darum, Nutzer frühzeitig – in der Regel in der Recherchephase – über Inhalte an die Marke heranzuführen.

Kurzum: Gerade im SEO ist es wichtig, dass man nicht nur die direkt erzielten Conversions als Maßstab für den Erfolg heranzieht, sondern vor allem auch, wie viele Conversions SEO vorbereitet hat. Weiterlesen

Keiner hat Bock auf unser Marketing!

Wir Marketing-Leute glauben immer, dass jeden da draußen unsere Kampagnen interessieren müssen. Egal, ob wir ein sterbenslangweiliges Video in den Äther pumpen oder eine dröge Facebook-Seite zusammenstopseln – alles, was wir sehen, ist unsere „virale“ Video-Kampagne oder unsere hypermoderne Social-Media-Aktion, mit der wir unsere Nutzer „engagen“ (kein Witz – hab ich so schon gehört!). Ob das jemanden interessiert, fragen wir uns oft erst dann, wenn die Views für das Video im zweistelligen Bereich bleiben oder niemand außer Freunden oder Angestellten unsere Inhalte liked, shared oder sonstwas damit anstellt.

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Warum das so ist, weiß ich nicht. Aber ich bin mir sicher, dass wir richtig liegen, wenn wir vom Kunden her denken und nicht vom Geldbeutel des Kunden. Dazu müssen wir den Kunden aber auch ernst nehmen – als Person, die eigene Bedürfnisse und Probleme hat. Nicht als Osterbraten, den wir auch erst in den Ofen schieben müssen, bevor wir uns gierig über ihn hermachen. Weiterlesen

SEO-Erfolg richtig messen – Saisoneffekte berücksichtigen

Um eine Sache gleich vorweg zu klären: Was Erfolg ist und was nicht wird leidenschaftlich debattiert. Wieso sollte es in der Suchmaschinenoptimierung anders sein. Aus meiner Sicht gibt es aber nur eine Sache, die als Erfolgsmaßstab relevant ist: Haben wir mit SEO unsere Business-Ziele erreicht? Für diesen Post will ich davon ausgehen, dass Umsätze unser wichtigstes Ziel sind.

Kommen wir also zum Grundproblem: Haben die SEO-Maßnahmen, die wir in letzter Zeit durchgeführt haben, einen positiven Effekt gehabt? Ein Blick auf folgenden Verlauf zeigt das Problem:

Abbildungen zu einem saisonalen SEO-Verlauf

Wen wird überraschen, dass die SEO-Umsätze zum Weihnachtsgeschäft anziehen, um dann im Januar wieder zurückzugehen. Das leuchtet zumindest für Unternehmen ein, die weihnachtstaugliche Produkte verkaufen. Was aber, wenn das die Kurve einer B2B-Site ist? Meist haben selbst die Sitebetreiber keine klare Vorstellung von den Saisonalitäten Ihres Geschäfts. “Zum Weihnachtsgeschäft geht es meistens schon bergauf und auch der Sommer ist oft stärker”, bekommt man oft zu hören. Wie viel besser das Geschäft an Weihnachten aber läuft, darüber gibt es kaum Informationen. Klar fällt es dann schwer einzuschätzen, ob die SEO-Maßnahmen was gebracht haben oder nicht. Aber wie soll man die Saisonalitäten – und auch deren Ausprägung – zuverlässig erkennen? Weiterlesen

Identifizierbare Profile-Pics für Rich Snippets

Schon vor gefühlten Urzeiten hat Google die Autorenbilder in den SERPs (autorenbezogene Rich Snippets) eingeführt. Wie vermutlich jeder SEO wollte ich das natürlich auch gleich für meinen Blog haben und hab den wichtigen notwendigen Schritt in die Wege geleitet und mein Google+-Profil mit meiner Website verknüpft. Als Profilbild habe ich folgendes Kunstwerk verwendet:

Verwischtes Profilbild

Leider hat sich dann lange Zeit nix getan. Ich bin davon ausgegangen, dass dies damit zusammenhängen muss, dass ich eher selten schreibe und in der Community so gut wie unbekannt bin, also einen schwachen Author-Rank habe.

Bis ich auf einen Artikel von SEORoundtable gestoßen bin. Darin wird auf die Google-Richtlinien für die Autoreninformationen verwiesen. Der entscheidende Teil dabei: Weiterlesen

Attribution von Werbeerfolg – wichtig oder unwichtig?

Egal mit wem man derzeit über die Webanalyse spricht, nahezu jeder schwadroniert reflexartig darüber, wie überlegen die sogenannten Multi-Touch-Attribution gegenüber der immer noch verbreiteten Last-Click-Attribution ist. Schließlich führt die Verteilung (also Attribution) des Werbeerfolgs auf alle beteiligten Werbemittel doch zu einer weitaus sinnvolleren Einschätzung dessen, was funktioniert und was nicht. Das ist sicher richtig, aber ob sich der Aufwand die Attribution einzuführen in jedem Falle lohnt, bleibt meist undiskutiert. Gerade kleine und mittelständische Firmen sollten aber genau prüfen, ob das Thema überhaupt relevant für sie ist.

Was ist Multi-Touch Attribution?

Wenn überhaupt die Wirksamkeit von Werbemaßnahmen auf das Online-Business getrackt wird, dann meist nur so, dass der Erfolg einer Maßnahme dem letzten (Werbe-)Kontakt angerechnet wird. Dabei kann es durchaus sein, dass mehrere Werbemaßnahmen dazu beigetragen haben, dass es zu einem Abschluss kommt. Das beschränkt sich nicht nur auf Online-Maßnahmen; auch Offline-Maßnahmen können den Abschluss online beeinflussen. Denkbar ist beispielsweise folgendes Szenario aus dem B2B-Bereich: Weiterlesen

Mit (not provided) richtig umgehen

Für viele Webmaster ist das Keyword (not provided) bereits zu einem gewohnten Anblick in den Keywordberichten geworden. Kein Wunder – schließlich ist es oft das „Keyword“, das den meisten Traffic liefert. Trotzdem geben die Keyworddaten meistens noch genügend her, um damit arbeiten zu können. Das könnte sich allerdings bald ändern. Aber beginnen wir für die Einsteiger noch einmal ganz von vorne:

Kurze Geschichte des „Keywords“ (not provided)

Am 18. Oktober 2011 führte Google ein, dass eingeloggte Nutzer von http://www.google.com auf https://www.google.com weitergeleitet werden. Durch die Verschlüsselung sind in der Folge die verwendeten Keywords nicht mehr für Webmaster über Webanalyse-Tools wie Google Analytics, Omniture oder Webtrends sichtbar. Gerade für die Suchmaschinenoptimierung sind diese Keyworddaten aber enorm wichtig. Entsprechend groß war der Aufschrei in der SEO-Szene.

Ein kurzes Video mit Rand Fishkin erläutert noch einmal die technischen Hintergründe: Weiterlesen