Management von A/B-Tests mit Trello

Trello ist vielen bereits bekannt als sehr flexibles Tool um Task-Listen in Gruppen zu führen. Tatsächlich lässt sich Trello für so gut wie jedes Projekt einsetzen. Eine meiner Lieblingsanwendungen in letzter Zeit ist als Redaktionskalender. Ich muss gestehen, ich bin ein Riesen-Fan von Trello. Die offizielle Einführung gibt einen guten Einblick in das Tool.

Seit kurzem verwenden wir Trello auch für das Management unserer Tests in der Conversionoptimierung. Natürlich ist es kein Hexenwerk sich dafür selber ein Board zu stricken. Für diejenigen, die es sich leichter machen wollen, habe ich unseren Workflow mit den wichtigsten Listen als Anregung zusammengestellt: Weiterlesen

Raus aus der Content Marketing Tretmühle!

Disclaimer: Ich werde in diesem Artikel keine fertigen Lösungen präsentieren. Es geht mir vor allem um Denkanstöße. Wenn du also auf der Suche nach fertigen Lösungen bist, spar dir den Artikel, geh raus und genieß die Sonne!

Ein Blick auf die Themenlandschaft im Content Marketing zeigt deutlich, worauf sich viele Autoren konzentrieren: Sie diskutieren darüber, wie man Zielgruppen identifiziert, die Bedürfnisse derselben herausfindet, coole Content Ideen generiert und umsetzt. Viele Content Marketer flechten meistens noch die Analyse als Nachgedanken ein. Aber wenn wir ehrlich sind, wird die Erfolgsformel im Content Marketing oft reduziert auf „Erstelle regelmäßig eine Menge wertvolle Inhalte … warte … Erfolg!“

Wie ein Wunder ... Grafik wie aus Content Umsatz wird.

von Sidney Harris, Copyright 2007, The New Yorker

Zielsetzungen werden nur am Rande diskutiert. Ein strategischer Kardinalfehler wie bei allen Marketing-Maßnahmen. Aber sogar bei den zahlreichen taktischen Diskussionen, frage ich mich oft, ob ich in einer anderen Realität lebe, als die Mehrzahl der Content Marketing-Berater da draußen. Bestehende Einschränkungen werden zwar vordergründig anerkannt, bei der Entwicklungen von taktischen Lösungen aber wieder unterschlagen. Noch einmal kurz die größten Einschränkungen aus Sicht eines Anwenders: Weiterlesen

Content Marketing KPIs auf dem Prüfstand

Cartoon on Wishful ThinkingContent Marketing ist das Online-Marketing-Ding der Stunde. Die Gründe dafür sind vielfältig: Mehr und mehr Nutzer recherchieren online. Die herausragende Rolle, die Content mittlerweile auch bei den Suchmaschinen spielt. Der nachhaltige Wert, den man mit Inhalten für Nutzer schafft und die dadurch verbundene Kundenbindung. Und nicht zuletzt das Versprechen guter Mess- und Auswertbarkeit.

Gerade die Mess- und Auswertbarkeit ist für viele Online-Marketer mittlerweile eines der überzeugendsten Argumente Content Marketing zu betreiben. Im zahlengläubigeren Amerika, wo das Online Marketing schon länger auf die Wirkung von wertvollen Inhalten setzt, zeigt sich das ganz besonders. Dementsprechend führt eine Suche nach „content marketing kpi“ auch kaum zu deutschsprachigen Top-Treffern – zeigt aber wie gefragt das Thema bereits ist (mit rund 500.000 Suchtreffern).

Diese Auswertbarkeit hat für viele Marketing-Leute vor allem einen Nutzen: Mit Daten lassen sich positive Ergebnisse überzeugender belegen und damit auch leichter Freiräume bei Budgets, Ressourcen, etc. erkämpfen, wie Jonathon Coleman sehr schön zeigt: Weiterlesen

Sinn und Unsinn von Content Marketing für KMUs

Die Content-Marketing-Sau wird durchs Dorf getrieben.Content Marketing ist aktuell die dickste Sau, die durchs Online-Marketing-Dorf gescheucht wird. Das hat vor allem zwei Gründe:

1. Die Entwicklung weg vom Push-Marketing hin zum Pull-Marketing. Pull-Marketing baut darauf auf, dass der Kunde/User die Kommunikation mit einem Unternehmen sucht – von Inhalten also angezogen wird.

2. Google hat mit den letzten Algorithmus-Updates die SEO-Szene nachhaltig verändert. Seither diskutieren auch SEOs über Content-Qualität und nicht mehr -Quantität.

Kein Wunder also, dass dem Content Marketing eine extrem wichtige Rolle in einer modernen Online-Strategie zugesprochen wird:

„Wer nicht für nachhaltiges Aufsehen sorgt, weil er keine qualitativen Inhalte produziert, verliert im Kampf um die Aufmerksamkeit der Nutzer und damit potentiellen Neukunden schnell den Anschluss.“

Wie bei allen Prognosen gilt es, Ruhe zu bewahren … erst mal tief durchatmen, eine Nacht darüber schlafen, in Ruhe einen Kaffee trinken und sich dann fragen, ob diese Prognosen auch relevant sind. Vor allem KMUs müssen mit ihren geringen Ressourcen genau prüfen, womit sie den größten Effekt erzielen – und das gilt besonders für das Content Marketing. Weiterlesen

Eine schwierige Beziehung: Keywords und User-Intent

Suchmaschinenmarketer pflegen seit jeher eine besonders intime Beziehung zu Keywords. Schließlich stellen die Keywords die „konkretisierte Nutzerabsicht“ dar. Die Suchanfrage ist ein Fenster in die Bedürfniswelt des Nutzers. Wer seine Keyworddaten im Griff hat, der weiß, was die Nutzer wollen. So weit die Theorie.

Trotzdem war es lange so, dass im SEO die Bedürfnisse des Nutzers stark in den Hintergrund getreten sind. Eric Kubitz hat es in einem LEAD Digital-Artikel sehr gut auf den Punkt gebracht:

Gerade wir SEOs sind dafür anfällig, nach einer ausgedehnten Keyword-Recherche *irgendwelche* Seite auf diese Suchbegriffe zu optimieren um möglichst viel Traffic abzugreifen. Frei nach dem Motto: Wenn du genug Mist an die Wand wirfst, wird schon etwas dran hängen bleiben.

Keywords erfüllten nur den Zweck Trafficpotentiale zu identifizieren und zu realisieren. Ob die Inhalte dann auch zum Bedürfnis des Nutzers passten war zweitrangig. Weiterlesen

Was von SEO noch übrig ist … und was das mit Content Marketing zu tun hat

Es gibt Konstanten in den SEO-Fachdiskusssionen, trotz der Wandlungsfähigkeit der Disziplin. Eine dieser Konstanten lautet schlicht: „Ist SEO tot?“ Zuletzt angestoßen durch die – unter SEOs – unpopuläre Entscheidung Googles bald keine Keyworddaten aus der organischen Suche mehr zu übergeben.

Army PosterEinen anderen Diskussionsanstoß in die ähnliche Richtung lieferte Mirko Lange mit der provokant gestellten Frage: „Was kann SEO (noch) wirklich?„. Wer sich die Kommentare dazu durchliest erkennt, dass die Einschätzungen darüber weit auseinander gehen. Dahinter steht die unangenehme Frage, was man noch als SEO bezeichnet. Aktuell wird von SEOs alles, was mit Inhalten zu tun hat, zur SEO-Disziplin erklärt – natürlich aus einer relativ engen SEO-Perspektive: Google hat das Mantra „Erstellt guten Content!“ ins Leben gerufen. SEOs kümmern sich um die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Also: Content und SEO ist eins! Das ist aber sicherlich nur eine Perspektive auf das große Thema „Inhalte“. PR- und Marketing-Leute haben eine andere Perspektive darauf (Branding, Neukundengewinnung, etc.). Genau so wie der Vertrieb (Unterstützung beim Abverkauf).

Daher die Frage ein wenig anders formuliert: Was ist von SEO – im klassischen Sinne – noch übrig? Für welche Aufgaben sind SEOs heute noch prädestiniert? Welche Aufgaben können SEOs, aufgrund ihres Fachwissens und ihrer Erfahrung, besonders gut lösen? Weiterlesen

Wie kognitive Fehler dein SEO schlechter machen

Röntgenaufnahme menschlicher Schädel

„Ich lasse mich nur von Daten leiten. Schließlich ist SEO mehr Wissenschaft als Kunst.“ Vermutlich würde das fast jeder SEO so unterschreiben, schließlich können wir Suchmaschinenoptimierer auf eine ganze Menge Daten zugreifen, die uns eine immer größere Armada an Tools liefert. Dabei lohnt es sich kritisch zu hinterfragen, wie datengetrieben SEO wirklich ist. In keinem anderen meiner Tätigkeitsbereich kursieren derart viele Anekdoten, individuelle – kaum nachvollziehbare – Erfolgsgeschichten und verstohlen zusammengereimte Spekulationen. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass die spekulativen „Erkenntnisse“ die Resultate aus der kalten Datenanalyse weit überwiegen. Haben wir es also mit einem Fall von SEO-Persönlichkeitsspaltung zu tun?

Da passt es wunderbar ins Bild, dass ich vor kurzem über das – übrigens wirklich lesenswerte – Buch „You are not so smart“ gestolpert bin. David McRaney beschreibt darin zahlreiche Probleme bei der Datenverarbeitung unseres Gehirns. Und bei einigen der kognitiven Fehlleistungen drängte sich die Verbindung zur Suchmaschinenoptimierung auf. Hier also die 4 auffälligsten Fehlleistungen und was sie mit SEO zu tun haben: Weiterlesen

4 Taktiken für relevante Content-Ideen

Content ist der neue Treibstoff im Online-Marketing. Über wenige Dinge wird ausgiebiger diskutiert als über Inhalte. Zahlreiche Artikel zeigen wie man Ideen für Inhalte entwickelt, Inhalte optimal erstellt, welche Formate sich anbieten und wie man Inhalte anständig vermarktet.

Bei aller formalen Optimierung geraten Überlegungen zur Nutzerrelevanz der Inhalte schnell ins Abseits. Und so wird immer wieder an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei produziert. Die Inhalte verkommen zur bloßen Nabelschau der Contentverantwortlichen – meist der Marketingleute.

Comic: Relevanz ist selten

Rankmaniac 2012
http://rankmaniac2012-caltech.blogspot.co.uk/

Gerade im ersten Schritt – also der Entwicklung von Content-Ideen – fehlt es an der Einschätzung der Relevanz von Inhalten. Ein kostspieliges Versäumnis, denn die Produktion von Inhalten ist teuer. Dabei gibt es Methoden relevante Content-Ideen zu entwickeln. Weiterlesen

SEO und Content – Warum weniger mehr ist

SEO und Content führen eine komplizierte Beziehung. Zu Beginn der Beziehung schämte sich die Suchmaschinenoptimierung so sehr für diese Beziehung, dass Inhalte versteckt wurden. Später war die Suchmaschinenoptimierung immerhin bereit, Inhalte zu akzeptieren, die ihren technischen Anforderungen entsprachen. Seit den letzten Google Updates liegt der Fokus endlich auf – auch für den Nutzer – hochwertigen Inhalten.

Das ist eine noch sehr junge Entwicklung und dementsprechend groß ist die Verunsicherung, wie nun „hochwertige“ Inhalte aussehen sollen, wie man diese plant, erstellt und auch verbreitet. Ein besonders häufig auftretender Streitfall betrifft die reine Masse an Content. So dargestellt in einer Online-Marketing-Fachzeitschrift:

„Je mehr Content ein Unternehmen zur Verfügung stellt, desto leichter wird es über Suchmaschinen aufgefunden.“ (aus der LEAD Nr. 14, S. 25)

SEO und Content - Tiefgang zähltNun wird natürlich jeder SEO immer wieder betonen, dass es nicht um die Menge geht, sondern eher um „hochwertige“ Inhalte. Gleichzeitig soll natürlich aber auch die Forderung nach einer optimalen Abdeckung aller Keywords erfüllt werden. Was aber, wenn wir Synonyme abdecken wollen, wie „Laufschuhe“ und „Joggingschuhe“? Bei einem Shop kommen dann noch Kombinationen mit “kaufen” (also “Laufschuhe kaufen” und “Joggingschuhe kaufen”) und mit “bestellen”, vorzugsweise auch “versandkostenfrei” dazu. Weiterlesen

Nutzererfahrung (UX) kostengünstig und einfach einschätzen

Das Thema Nutzererfahrung ist mittlerweile nicht nur mehr eine Domäne von Designern, Usability-Experten und Informationsarchitekten. Auch bei den Suchmaschinen macht der Begriff User Experience verstärkt die Runde. Eines der letzten Beispiele brachte Matt Cutts in einem Webmaster Video. Die interessante Stelle beginnt bei 3:10 Minuten:

Nun mag man das für eine weitere Nebelkerze halten, um SEO vom Linkkauf und Blackhat-Methoden abzuhalten. Für Sitebetreiber, die ein echtes Business betreiben – und nicht nur hohe Trafficzahlen erreichen wollen – ist die Zufriedenheit der Nutzer aber ein wesentlicher Faktor. Nur so ist garantiert, dass Nutzer angebotenen Service auch gerne wieder nutzen.

Bleibt nur die Frage, wie man einschätzen kann, wie zufrieden die User auch sind. Auf die eigene Einschätzung oder – Gott bewahre – die der Geschäftsleitung ist meistens kaum Verlass. Auch will (und kann) sich kaum ein Site-Betreiber eine Untersuchung in einem Usability-Labor leisten. Viele schrecken sogar vor den Kosten des Crowd-Testing zurück. Also was soll man tun? Weiterlesen