Ist das ein guter Link?

Es war schon immer schwierig, gute von schlechten Links zu unterscheiden. Aber mit den letzten Algorithmus-Updates und der Diskussion um negatives SEO hat sich die Lage noch verschärft. Das Ergebnis sind mehr verunsicherte Website-Betreiber als jemals zuvor. Klar kann man eine Menge Tools zurate ziehen (z.B. Linkbird, Cemper,  Searchmetrics, etc.), die einen Berg Daten liefern und die Qualität von Links “objektiv messen”. Das geschieht meist auf Basis einer Vielzahl an Faktoren wie DomainAuthority, TrustRank, mozRank, etc. Diese Berechnungen sind sicherlich sinnvoll und richtig. Nur ist dieser Zahlenwust für einen Webmaster selten zu verstehen (“Whoa! Der Link kommt von einer Domain mit einer DA von 143.85973 … klasse, oder? … ??”).

Was also, wenn ich mich als Betreiber einer Website nicht mit einem komplizierten Zahlenwerk auseinandersetzen will und einen einfachen Weg suche, um gute von schwachen Links zu unterscheiden.

Hier mal ein durch und durch unwissenschaftlichen Ansatz: Die Idee dazu kam mir, als ich die Linkbuilding-Tirade von Danny Sullivan auf der letztdiesjährigen SMX Advanced in Seattle hörte (hier das komplette Ding). Der entscheidende Teil ist:

What you want is to be linked from places where there’s an actual audience that might see your link and click on it directly to visit. Do that, and you’re building the type of links the search engines want to reward.

Wenn ein Qualitätsmerkmal von einem guten Link ist, dass er von Nutzern geklickt wird, was liegt dann näher als einen Blick in die Analytics-Daten zu werfen. Kommt Traffic über diesen Link, ist er nützlich und damit aus Sicht von Google ein guter Link. Kommt kein Traffic darüber, ist der Link schwach.

Mit dieser Herangehensweise sollte man eigentlich auch die üblichen Qualitätsfaktoren von guten Links prima bewerten können:

1. Nur wenn der Link auf einer starken Site sitzt, die auch genügend Traffic bekommt, werden auch Klicks auf den Link erfolgen.

2. Nur wenn der Link auf einer themenrelevanten Site sitzt, werden die Nutzer auch dem Link folgen, weil sich dahinter evtl. interessante Inhalte im aktuellen thematischen Zusammenhang finden.

3. Nur wenn der Link sichtbar genug ist, werden Nutzer auf den Link klicken.

Natürlich ist das ein extrem kruder Ansatz, der in vielen Fällen ungenaue Ergebnisse liefern wird. Beispielsweise lassen wir nofollow-Links vollkommen unberücksichtigt. Aber um die technischen Details soll es hier auch nicht gehen. Die Idee ist möglichst einfach festzustellen, ob ein Link für Nutzer hilfreich und damit auch aus Sicht von Google stark sein könnte. Und das sollte in der Regel gegeben sein, wenn Nutzer auf den Link klicken.

Was meint ihr? Könnte das ein erster einfacher Test sein, um die mögliche Qualität von Links einzuschätzen?